Shenial

Shenial - SHIATSU

by Manuela Büchsenmeister

SHIATSU

Shiatsu ist Körper- und Energiearbeit mit physischem Druck und Dehnungen des Körpergewebes.(1) Dies erfolgt durch ein entspanntes Vorbeugen mit dem Gewicht des Körpers auf einen optimalen Punkt und die korrekte Verwendung von Fingern, Handflächen usw., um einen anhaltenden lokalen Druck auf verschiedene Teile des Körpers auszuüben.(2) 

Das Hauptziel ist, den Menschen und dessen Energie (Ki) durch einen Ausgleich von Anspannung und Entspannung zu balancieren.(3)

Der Begriff „Ki“ beschreibt die Lebenskraft oder Energie, die grundlegende Substanz in der fernöstlichen Medizin (und auch in anderen Kulturen). Ki findet sich in der Natur im prämolekularen Bereich wie in körperlichen, seelischen und spirituellen Manifestationen. Meist wird Ki mit „Energie“ übersetzt. Ki kann verstanden werden als die Fähigkeit der Welt und des Körpers sich selbst zu organisieren.(4)

Die Begriffe „Shi“ = Finger und „Atsu“ = Druck stammen in der heutigen Form aus Japan, und wurden in den USA weiterentwickelt. Shiatsu verbindet traditionelles Wissen mit Theorien und Techniken westlichen Ursprungs (wie z.B. Physiotherapie, Psychologie).(5)

Masunaga, Professor für Psychologie an der Universität von Tokyo, förderte die Rückkehr traditioneller Spiritualität zum Shiatsu. Das grundlegende Prinzip hinter Shiatsu und Zen ist, so betonte er, ein resonanzbereiteres Leben zu ermöglichen.(6) Zen und Shiatsu können nicht nur verstandesmäßig erklärt werden, sondern sie müssen mit dem ganzen Wesen erfahren werden.(7)

Das Resonanzprinzip bedeutet in der Physik das Mitschwingen von Körpern, Molekülen oder Atomen, ähnlich wie Begeisterung, die ansteckend wirkt.(8) Oschman beschreibt die Resonanz als elektromagnetische Wechselwirkung zwischen Molekülen.(9) Resonanz findet in zwischenmenschlicher Kommunikation statt und ist eine Grundlage für das Gefühl von Gemeinschaft. Dämpfungsfaktoren für die Schwingungsfähigkeit von Körpern sind Anspannung als Folge von Stress, Angst, Ehrgeiz u.a.m. Shiatsu verfolgt das Ziel Menschen schwingungsfähiger zu machen.(10)

In einer Studie von Schrievers berichten Klient/inn/en in 90 Tiefeninterviews über ihr Erleben von Shiatsu. Durch Shiatsu wurden sie noch bewusster im Umgang mit dem eigenen Körper und konnten mehr Bezüge von Emotionen zur eigenen körperlichen Verfassung herstellen.(11)

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(1)  vgl. Beresford-Cooke, Carola (2012): Shiatsu – Grundlagen und Praxis – Mit einem Geleitwort von Thomas Myers. 3. Aufl. München: Urban&Fischer. 

(2)  vgl. Shiatsu – Research Institute (2017): What is Shiatsu, London, Online im WWW unter URL: http://shiatsu-research.net/shiatsu.html (Stand: 24.10.2017)  

(3) vgl. Robinson, Nicola; Lorenc, Ava; Liao, Xing (2011): The evidence for Shiatsu: a systematic review of Shiatsu and acupressure, London, Online im WWW unter URL: http://bmccomplementalternmed-1biomedcentral-1com-1b46ht9pq23ac.han3.donau-uni.ac.at/track/pdf/10.1186/1472-6882-11-88?site=bmccomplementalternmed-1biomedcentral-1com-1b46ht9pq23ac.han3.donau-uni.ac.at (Stand: 19.10.2017)

(4) vgl. Rappenecker, Wilfried (Hrsg.) (2013): Fälle aus der therapeutischen Shiatsu-Praxis. 1. Aufl. München: Elsevier.

(5) vgl. Tripp, Eduard (2017): Berufspolitik in Österreich – Geschichte, Rahmenbedingungen, Anforderungen und Herausforderungen, Österreich, Online im WWW unter URL: http://oeds.at/fileadmin/user_upload/intern/Berufspolitik_in_OEsterreich.pdf (Stand: 23.10.2017)

(6) vgl. Masunaga, Shitsuto; Ohashi, Watura (2006/1977): Zen Shiatsu: How to Harmonize Yin and Yang for Better Health, zit.n.: Beal, Margaret (2000): Acupuncuture and Oriental Body Work: Traditional and Biomedical Concepts in Holistic Care: History and Basic Concepts. In: Holistic Nursing Practice 14 (3), S. 69 – 78. 

(7) vgl. Maunaga, Shitsuto; Ohashi, Wataru (2006/1977): Das große Buch der Heilung durch Shiatsu – Das Standardwerk über Theorie und Praxis der japanischen Heilmassage. Frankfurt: S. Fischer.

(8) vgl. Tinkhauser, Katja (2010): Die Auswirkungen von Shiatsu auf psychische Parameter – Ein Vergleich von Shiatsu und Autogenem Training bezüglich ihrer Effekte auf Befindlichkeit, Stressemfpinden und Körperbild. Saarbrücken. Müller.

(9)  vgl. Oschmann, James L. (2009): Energiemedizin – Konzepte und ihre wissenschaftliche Basis. 2. Aufl. München: Urban & Fischer.

(10) vgl. Rappenecker, Wilfried (2016): Resonanz in der Körpertherapie, Deuschland, Online im WWW unter URL: http://www.schule-fuer.shiatsu.de/image./pdf_deutsch/W.Rappenecker_Resonanz.pdf (Stand: 27.10.2017)

(11)  vgl.  Schrievers, Joachim (2017): Schätze des Shiatsu. Noderstadt: Books on Demand.